Einfach mal loslaufen!

Entlang von Berlins Sehenswürdigkeiten und Gewässer

Die Temperaturen steigen stetig und mit der immer öfter zum Vorschein kommenden Sonne nimmt auch die Anzahl der Jogger merklich zu. So beobachtet man in diesen Tagen auf Waldwegen, in Parks, an Seen sowie Flüssen eine große Anzahl an Menschen, die die ersten Strahlen der Frühlingssonne zum Laufen in der Natur nutzen. Ob als guter Vorsatz, im Kampf gegen den Winterspeck oder einfach nur zum sportlichen Ausgleich – das Hobby Joggen kommt niemals aus der Mode und zieht sowohl Jung als auch Alt an die frische Luft.

Interessante Umgebungen und abwechslungsreiche Landschaften gelten als besonders motivierend, wenn es darum geht, den inneren Schweinehund zu überwinden. Berlin hat davon bekanntermaßen einige. bb:maritim stellt Ihnen im Folgenden acht Laufstrecken vor, die Sie nicht nur an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt vorbeiführen, sondern auch an Flussufern, Kanälen und Seen.

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Quelle: Peter van der Sluijs

Durch den Volkspark Rehberge (3,5 km)

Der Volkspark Rehberge ist ein vielseitiges Joggingrevier, das ebene Strecken aber auch den ein oder anderen Anstieg besitzt. Der beste Ausgangspunkt für eine Tour durch den Park ist der Zugang an der Straße „Am Dohnagestell“. Parallel zu dieser verläuft ein Waldweg, dem man – vorbei an Tiergehege, Sportplatz und Freiluftkino – bis zum Möwensee folgt.

Am Ende des Sees hält man sich rechts. Hier steigt der Weg etwas an. Hat man die Höhe erklommen, liegt geradezu der Rathenaubrunnen. Der Rundlauf ist nun fast beendet. Zum Abschluss lohnt ein Abstecher an den Plötzensee, wo es ein Strandbad und einen Bootsverleih gibt.

Am Ufer das Landwehrkanals (9 km)

Während dieser innerstädtischen Tour entlang des Landwehrkanals lernt man den Szenebezirk Kreuzberg von seiner naturnahen Seite kennen. Die Strecke verläuft ohne Steigungen und ist somit auch für Ungeübte leicht zu meistern. Start ist die U-Bahnstation „Hallesches Tor“. Von hier aus bahnt man sich den Weg zur Promenade, die parallel zum Carl-Herz-Ufer verläuft. Am Ende des Hafenbeckens joggt man auf der Straße „Planufer“ weiter, überquert den Kottbusser Damm und folgt dem „Maybachufer“ bis zur Lohmühlenbrücke. Hier überwindet man den Neuköllner Schifffahrtskanal und befindet sich anschließend im ehemaligen Grenzstreifen. Der ehemalige Mauerverlauf wird heute durch eine Reihe japanischer Kirschbäume markiert.

Man läuft am Kanal weiter – bis zur Lohmühleninsel, die man jedoch relativ schnell linkerhand über den Ernst-Heilmann-Steig wieder verlässt. Auf dem „Görlitzer Ufer“ orientiert man sich links und folgt dem Straßenverlauf bis zur Kanalbiegung. Ab hier führt das „Paul-Lincke-Ufer“ wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Am Ufer des Lietzensees (2,2 km)

Der Charlottenburger Lietzensee ist mit S- und U-Bahn sowie dem Bus leicht zu erreichen. Am besten betritt man den darum liegenden Park über die Kantstraße und joggt zunächst in nördlicher Richtung (parallel zur Wundstraße) bis der Parkweg auf den Kaiserdamm stößt. Hier kehrt man um und läuft am Ufer des Lietzensees zurück zur Kantstraße. Wenn man diese unterquert, gelangt man zum repräsentativen Eingangsbereich des Parks am Südende des Sees.

Sightseeing durch die City Ost (8 km)

Auf rund acht Kilometern kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin Mitte bequem und ohne Höhenunterschiede erjoggen. Start ist am Potsdamer Platz. Von dort aus folgt man der Stresemannstraße in südlicher Richtung – bis rechterhand die Niederkirchnerstraße in Sicht kommt. In diese biegt man ein. Nach circa 500 Metern wird die Friedrichstraße erreicht. Über die traditionsreiche Einkaufsstraße geht es weiter zur Mohrenstraße, über die man zum Gendarmenmarkt gelangt.

Von dort aus bahnt man sich den Weg zum prachtvollen Boulevard „Unter den Linden“. In Richtung Osten passiert man die Museumsinsel und den Berliner Dom. Hinter der Schlossbrücke folgt man dem nördlichen Spreeufer – bis zu Monbijoupark und Monbijoubrücke. Diese überquert man und biegt in den Weidedamm ein, der entlang der Spree zurück zur Friedrichstraße führt. Über die Friedrichstraße und Unter den Linden erreicht man in wenigen Minuten den Pariser Platz und das Brandenburger Tor. Um den Rundlauf abzuschließen, orientiert man sich an der Ebertstraße, die geradewegs auf den Potsdamer Platz zuläuft.

Sightseeing durch die City West (12,4 km)

Der Tiergarten ist ein guter Ausgangspunkt für eine abwechslungsreiche Joggingtour durch grüne Stadtstraßen und prachtvolle Parkanlagen. Zunächst folgt man dem Einsteinufer – und somit dem Verlauf der Spree – bis zur Schlossbrücke, hinter welcher man in den Schlosspark Charlottenburg gelangt. Vorbei am Schloss Charlottenburg, über Luisenplatz und Spandauer Damm, bahnt man sich den Weg zur Schlossstraße. Von dort aus orientiert man sich immer in Richtung Süden – bis man schließlich auf den Kurfürstendamm trifft. Hier biegt man links ab und joggt auf der bekannten Einkaufsmeile bis zur Ecke „Konstanzer Straße“. Am Südende des Olivaer Platz geht es über Pariser Straße und Ludwigkirchplatz weiter in Richtung Bundesallee, welcher man nördlich bis zur Rankestraße folgt.

Die Rankestraße führt geradewegs zum Breitscheidplatz, auf dem sich eines der vielen Berliner Wahrzeichen, die Gedächtniskirche befindet. Auf der anderen Seite des Platzes kommt das Elefantentor des Zoos in Sicht. Dem schenkt man jedoch keine Beachtung, sondern joggt auf der Budapesterstraße zum Landwehrkanal. An dessen nördlichem Ufer gelangt man zurück zum Tiergarten.

Müggelsee (14 km)

Startpunkt dieser Tour rund um den Müggelsee ist in Friedrichshagen: Am Ende der Josef-Nawrocki-Straße geht es zunächst durch den Spreetunnel. Dahinter beginnt die idyllische Laufstrecke über Park- und Waldwege. Man passiert das Feuchtbiotop „Der Thyrn“ und folgt dem Südufer des Müggelsees bis zur Badestelle mit Strandbad. Hier biegt man in das Naturschutzgebiet Müggelheimer Wiesen ein. Weiter geht es entlang der Halbinsel Müggelhort und der Krummen Lanke. Nach rund 14 Kilometern ist das Ziel Wilhelmshagen erreicht.

Durch den Gutspark Neukladow (6 km)

Startpunkt der Tour ist der Parkplatz Imchenallee/Sibeliusweg. Von dort aus geht es in Richtung Norden in den Gutspark Neukladow. Durch den Park führt ein Rundweg, der sich perfekt zum Joggen eignet und über weite Strecken entlang des Havelufers verläuft.

Entlang des Tegeler Sees (13,7 km)

Die Nordseite des Tegeler Sees bietet eine ideale Jogging-Strecke in Wassernähe. Als Ausgangspunkt empfiehlt sich der Parkplatz Neheimer Straße. Von dort aus gelangt man über den Borsigdamm zur neu sanierten Greenwichpromenade. Hat man das Tegeler Fließ überquert, erreicht man nach wenigen Metern den Park des Tegeler Schlosses. Die Villa Borsig, Standort der Akademie für den Auswärtigen Dienst, markiert den Weg zurück zum Ufer des Sees. Hier folgt man dem „Schwarzen Weg“ bis zum Ende der Landzunge, die den Wendepunkt der Tour darstellt.

Natürlich hat nicht nur Berlin interessante und abwechslungsreiche Jogging-Routen zu bieten. Deshalb widmen wir uns schon bald in einem zweiten Teil den zahllosen Laufstrecken Brandenburgs.